Interview mit Claudia Wüthrich
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Claudia verbindet seit vielen Jahren Bankpraxis und IT – und tankt ihre Energie privat am liebsten auf Reisen mit der Familie oder draussen in der Natur.
Erzähl uns ein wenig über deine Rolle bei aity, was sind deine Hauptaufgaben?
Ganz einfach gesagt sehe ich mich als Übersetzerin zwischen den Bankmitarbeitenden und den Entwicklern. Durch den engen Kontakt mit den Anwendern erfahre ich von Problemen auf Bankseite im alltäglichen Gebrauch unserer Applikationen. Meine Aufgaben bestehen darin, diese zu verstehen und Lösungsvorschläge und optimierte Prozesse zu erarbeiten.
Und was gefällt dir an deinem Job am meisten?
Mir gefällt diese Arbeit besonders, weil ich dabei am Puls des Geschehens mitwirken kann. Meist begleite ich die Anwender von der Problemstellung bis hin zur Einführung der Erneuerungen und erfahre die Wertschätzung unserer Arbeit. Das macht Spass und motiviert für mehr!
Wie lange bist du schon im Unternehmen und was hat dich ursprünglich zu aity gebracht?
Oje, wie die Zeit vergeht! Da musste ich doch kurzerhand spicken. Sind es nun schon über 27 Jahre her, seit ich damals bei RTC gestartet bin. Irgendwie konnte ich mich in keinem der verschiedenen Arbeitsbereiche einer Bank richtig einordnen. Da fasste ich die Entscheidung und startete bei RTC beim damaligen Support Center im 1st Level-Support der Banken. Die Arbeit war sehr abwechslungsreich und ich erhielt Einsicht in die gesamte IBIS-Welt. Diese Erfahrungen bereichern mich noch heute bei meinen Tätigkeiten. Über die Jahre hin durfte ich dann hauptsächlich im Bereich der Partnerführung verschiedene Projekte begleiten und diverse Applikationen einführen. Seitdem ich Mutter bin, habe ich mein Arbeitspensum auf 50% reduziert und schätze die Abwechslung zwischen Familie und Arbeit sehr.
Was war dein Lieblingsprojekt, an dem du gearbeitet hast? Und warum hat es dir besonders gefallen?
Da gibt es verschiedene Projekte. Eine sehr spannende Aufgabe war der Aufbau einer Applikation, die Vor-Vorgängerapplikation des heutigen Digitalen Berater Portals. Die Ansprüche der Berater aus verschiedenen Banken, in schnelle und einfach zu verstehende Ansichten zusammen zu führen, war eine grosse Herausforderung, die mir besonders gut in Erinnerung geblieben ist. Aktuell arbeite ich im Projekt Digitales Onboarding, auch ein sehr inspirierendes Projekt.
Was machst du gerne in deiner Freizeit? Hast du Hobbys oder Interessen, für die du besonders brennst?
Meine Freizeit verbringe ich am liebsten auf Reisen. Unbeschwert, ohne detaillierte Pläne oder einzuhaltende Termine in die Richtung weiterziehen, die einem anspricht. So bin ich unter anderem längere Zeit durch Australien, Nord- und Mittelamerika gereist. Seitdem wir nun mit den zwei Kindern unterwegs sind, sind die Reisen zwar nicht mehr ganz so ungeplant, doch weiterhin sehr bereichernd. Immerhin sind alle mit dem Reisefieber infiziert und wir geniessen oft Familienzeit auf Reisen.
Zu Hause verbringe ich meine Freizeit gerne beim Sport oder dem Arbeiten im Garten. Unser Garten bietet mir ein Ort der Ruhe. Dort “grüble” ich gerne für mich allein. Auf einer überschaubaren Fläche pflanze ich immer wieder neue Sorten von Gemüse, Beeren und Kräutern an und beobachte gespannt, wie es gedeiht. Dafür wird auch mal ein altes Unihockeygoal in ein Tomatenhaus umgewandelt. Die Ernte fällt zwar nicht immer gleich erfolgreich aus, Freude macht es mir trotzdem.
Nachdem ich lange aktiv im Verein Volleyball gespielt habe, bin ich nun auf Tennis und Jumping Fitness auf dem Trampolin umgestiegen. Mir ist es enorm wichtig, mich Draussen zu bewegen. Dabei darf es auch mal schlechtes Wetter sein, ausser beim Skifahren, da verdrücke ich mich rasch in den Aprés-Ski!
Was ist eine Sache, die deine Kollegen vielleicht nicht über dich wissen? Hast du einen Fun Fact, ein verborgenes Talent oder ein überraschendes Hobby?
Während einer meiner Reisen in Australien begleitete ich meine Freundin an die Paragliding Weltmeisterschaft. An einem wettkampffreien Tag durfte ich im Tandem mitfliegen. Es hat richtig Spass gemacht, doch mit der Zeit wurde es ab einer gewissen Höhe kalt und der Drang zur Toilette war auch langsam spürbar. Mein Pilot motivierte mich trotz allem weiterzufliegen. Bei einer vorzeitigen Landung sei der Rückweg ohne Abholdienst eines Autos recht mühsam, was ich mir gut vorstellen konnte, waren wir doch mitten im Nirgendwo. Also flogen wir erfolgreich mit den anderen die weite Distanz bis zum festgelegten Ziel. Am Abend wurden wir gefeiert: Wir hatten den australischen Distanz-Rekord im Tandemfliegen geknackt! Wenn ich heute am Himmel Gleitschirme sehe, löst dies immer noch ein Schmunzeln bei mir aus, auch wenn dieser Rekord nun sicher schon x-mal übertroffen wurde.
Was ist der beste Rat, den du in deiner Karriere bekommen hast? Gibt es Weisheiten oder Tipps, die du gerne teilen würdest?
Vor langer Zeit besuchte ich einen Energiemanagement-Workshop. In stürmischen Zeiten erinnere ich mich immer wieder gerne an folgenden Rat aus dem Kurs: „Es gilt nicht alles zu akzeptieren, doch richte deinen Fokus hauptsächlich auf Dinge, die du direkt beeinflussen kannst.“ Das hilft mir oft wieder gelassener zu denken und meine Energie richtig einzusetzen. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen auch?
Interview: Penelope Lüthi